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Los geht's
Das James Webb Space Telescope in 3D
Das Universum verstehen

Das James Webb Space Telescope in 3D

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Kommen Sie mit auf die einzigartige Reise des Teleskops und entdecken Sie die Technik des Super-Spähers in einem interaktiven 3-D-Modell.

Autor: Janosch Deeg
Design: Wojtek Urbanek, Claus Schäfer, Dennis Dirdjaja
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Vor mehr als 13 Milliarden Jahren sind die ersten Sterne entstanden. Zurück zu diesem Moment wollen Astrophysikerinnen und Astrophysiker mit Hilfe des Webb-Teleskops blicken, kurz JWST genannt. Es gilt, die Geburt der ersten Galaxien nachzuvollziehen, nach fremden Welten zu suchen und das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße zu beobachten. Das erinnert an Magie. Doch stattdessen setzen die Teams von NASA, ESA und CSA auf ausgeklügelte Technik und hochmoderne Instrumente.

Welche Gerätschaften das Teleskop mit sich trägt, wann diese zum Einsatz kommen sollen und was es mit dem Lagrange-Punkt auf sich hat, zu dem das JWST im All reisen soll, können Sie im Folgenden per Mouseover und Klick selbst erkunden.
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Start bis Lagrange

EINE TIMELINE
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Wer ist James Webb?

EIN PORTRÄT
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JWST und Hubble

EIN VERGLEICH
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Das Teleskop im Detail

EIN INTERAKTIVES 3-D-MODELL
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Lagrange-Punkt 2

EINE ORTSBESCHREIBUNG
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Seine Spiegel, Infrarotkameras und Kommunikationssysteme machen das JWST zum größten, leistungsfähigsten und fortschrittlichsten Weltraumteleskop, das die Menschheit je gebaut hat. Die Bilder, die es liefert wird, werden weit mehr über die Entstehung des Universums verraten, als das geschätzte Vorgängerteleskop »Hubble« je könnte.

Forschende sind überzeugt: Nun, da das James Webb Space Telescope am 25. Dezember 2021 erfolgreich gestartet ist, wird eine neue Zeitrechnung in der Astronomie beginnen – sofern sich das Teleskop entfaltet und in den Tiefen des Weltraums funktioniert, wie geplant.
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Credits

Text: Janosch Deeg
Layout: Claus Schäfer
Technik: Dennis Dirdjaja
Animation, Grafik und Video: Wojtek Urbanek
Redaktion: Andreas Müller, Alina Schadwinkel
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Der zeitliche Ablauf

vor 74 Tagen:

Ankunft am Hafen von Pariacabo in Französisch-Guayana

vor 14 Tagen

Teleskop wird am Weltraumbahnhof Kourou auf die Rakete »Ariane 5« geladen

Tag 0:

Start

nach 2 Minuten:

Abtrennen der Booster-Triebwerke

nach 3 Minuten:

Abtrennen der äußeren Verkleidung

nach 9 Minuten:

Abtrennen der Hauptrakete

nach 27 Minuten:

Abtrennen des Raumschiffs

nach 33 Minuten:

Entfalten der Solarmodule zur Stromversorgung

nach 2 Stunden:

Zusammensetzen der Antennen

nach 3 Tagen

Entfalten des Sonnenschilds

nach 6 Tagen:

Aufbau der unterstützenden Struktur für den kleinen Spiegel

nach 7 Tagen:

Entfalten der Stützkomponenten für den Hauptspiegel

nach 9 Tagen:

Entfalten des Hauptspiegels

nach 14 Tagen:

Installation des kleinen Spiegels

nach etwa einem Monat:

Ankunft am Lagrange Punkt 2

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James Webb

Der Namensgeber des Teleskops, James Edwin Webb, wurde im Jahr 1906 im US-Bundesstaat North Carolina geboren. Er studierte Pädagogik und später Jura; als Pilot kämpfte er im Zweiten Weltkrieg. Anschließend arbeitete Webb im US-amerikanischen Finanzministerium und war Manager in einem Erdölunternehmen. Als der US-Präsident John F. Kennedy im Jahr 1961 einen neuen Leiter für die drei Jahre zuvor gegründete NASA suchte, fiel seine Wahl auf den damals 55-Jährigen. Zwar verfügte Webb zunächst über wenig Knowhow in der Raketentechnik und den Weltraumwissenschaften, aber wegen seiner jahrelangen Arbeit in Regierungsämtern hatte er zahlreiche Kontakte in die Politik.
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Webb führte die NASA zu den überaus erfolgreichen Apollo-Mondmissionen. Gleichzeitig setzte er ein umfangreiches Programm zur Erforschung des Weltraums und des Universums mit mehr als 70 wissenschaftlichen Missionen durch. Im Jahr 1968 verließ er die NASA. Heutzutage gibt es Kritik, der 1992 verstorbene Webb habe während seiner Amtszeit Homosexuelle diskriminiert; daher sei der Name für das Teleskop nicht angebracht. Ein Untersuchungsteam der Weltraumbehörde gelangte jedoch zu dem Schluss, es gebe keine Beweise für diese Anschuldigungen, und hat die Bezeichnung beibehalten.
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Das JWST und Hubble im Vergleich

Hubble liefert seit mehr als zwei Jahrzehnten spektakuläre astronomische Aufnahmen. Das JWST aber soll all seine Errungenschaften übertreffen.
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Mit Hilfe seiner etwa sechsmal größeren Spiegelfläche ist das Weltraumteleskop James Webb rund zehnmal empfindlicher als sein Vorgänger.
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Während Hubble das All hauptsächlich bei sichtbaren und ultravioletten Wellenlängen untersucht, misst das JWST im infraroten Lichtwellenbereich. Auf diese Weise kann es viel weiter entfernte Objekte sehen und viel länger zurück in die Vergangenheit blicken. Denn: Je länger Lichtwellen im All unterwegs sind, desto weiter werden sie auf Grund der Expansion des Universums in den roten Bereich verschoben. Von der Erde lassen sich diese Wellenlängen kaum beobachten, da sie von der Atmosphäre absorbiert werden.
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Das Teleskop im Detail

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Lagrange Point 2: Eine Ortsbeschreibung

Der Beobachtungsposten des Weltraumteleskops liegt 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, auch Lagrange-Punkt 2 genannt, kurz L2. Die nach dem Astronomen Joseph-Louis Lagrange benannten Punkte sind jeweils fünf Orte in einem System zweier Himmelskörper – etwa Erde und Sonne –, an denen ein gravitatives Gleichgewicht eintritt und sich ein Objekt ohne Antrieb hält.

An L2 soll JWST auf der sonnenabgewandten Seite der Erde um die Sonne kreisen. So will man die temperaturempfindlichen Sensoren des Teleskops vor den Wärmestrahlen der Sonne schützen und hochgenaue Aufnahmen von Licht aus dem infraroten Bereich ermöglichen.
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Erde

Hubble

570 km

Mond

384000 km

JWST (L2)

1,5 Millionen km

Sonne

~ 150 Millionen km

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